4. Fehler bei der Einschätzung des Zufalls
      

1. Tendenz zur Wiederholungsvermeidung: Sollen Zufallsfolgen produziert werden (z.B. im Geist gewürfelt werden), werden unmittelbar aufeinanderfolgende Wiederholungen vermieden (eine Folge wie 3244441 wird als weniger zufällig angesehen als die Folge 3456124). Wir denken (irrtümlich), dass der Zufall durch viele Alternationen und wenige Wiederholungen gekennzeichnet ist. 

Konsequenz -> Irrtum des Spielers (Monte-Carlo-Effekt)

 
2. Illusion der kurzen Serie: Wir übersehen, dass Ereignissequenzen wiederum in längere Sequenzen eingebettet sind. Eine Serie von 10 mal hintereinander Rot im Roulette ist nichts ungewöhnliches, wenn man viele Coups betrachtet. 

 
3. Alternativen Ereignissen wird kein Gewicht beigemessen: 

Am 2. September 1906 nahm ich mein Mittagessen im Restaurant Konstantinhügel, Wien Prater: die Rechnung betrug 1 Krone 69 Heller. Das Abendessen desselben Tages nahm ich im Stiftskeller zu Klosterneuburg, natürlich mit ganz anderer Spei­sewahl: der Rechnungszettel addiert abermals 1 Krone 69 Heller. (...) Ich bewahre die beiden Zettel als Belege in meiner Seriensammlung. (Kammerer, 1919)

  

                 

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