Resümee
1. Das Zufallserlebnis ist unserer Theoriebildung vorgängig. D.h., wir alle werden mit dem Zufall konfrontiert, noch ehe wir darüber reflektert haben. Der Bedeutungsaspekt des Zufalls ist ebenfalls vor aller Reflexion vorhanden. Dass der rein immanente Bedeutungsaspekt objektiviert (auf transzendente, äußere) Gegenstände übertragen werden kann, halte ich aus philosophischer und naturwissenschaftlicher Sicht für einen Missgriff (C.G. Jung).
2. Jedoch: Fehler bei der Einschätzung von Zufallsereignissen werden nicht nur von Jung, sondern von allen Menschen begangen.
3. Charakteristische Unterschiede zwischen Psi-Gläubigen und Ungläubigen in bezug auf die Zufallskonzeption. Psi-Gläubige schreiben dem Zufall mehr Bedeutung zu, als aus mathematischer Sicht gerechtfertigt ist.
4. Die moderne quantitative Parapsychologie akzeptiert im wesentlichen den Zufallsbegriff als Gegenspieler des paranormalen Phänomens (der Zufall muss statistisch ausgeschlossen werden), ohne ihm transzendente Bedeutung zuzuschreiben.
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